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 ASE INVESTMENTS FRICK, SWITZERLAND

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PostSubject: ASE INVESTMENTS FRICK, SWITZERLAND   Thu Apr 28, 2016 12:48 pm



ASE-Betrugsfall: Mehr Geschädigte als bisher bekannt

Als im Frühjahr 2012 der mutmassliche Betrugsfall um die aus Frick operierende ASE Investment AG platzte, war von wenigen hundert betroffenen Anlegern die Rede. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (Finma) schrieb in einer Mitteilung: «Schätzungsweise mehr als 500 Anleger, denen die ASE sehr hohe Renditen versprochen hatte, wurden Opfer von Geschäftspraktiken, die Gegenstand von laufenden Untersuchungen sind.»

Ein gutes Jahr später teilte die Aargauer Staatsanwaltschaft mit: «Die Zahl der Geschädigten beläuft sich zurzeit auf über 800 Personen.» Auch diese Zahl war wesentlich zu tief gegriffen. Dass sie effektiv doppelt so hoch ist, bestätigen die Behörden. Die Staatsanwaltschaft spricht heute von «rund 1500 Geschädigten». Fiona Strebel, Sprecherin der Aargauer Untersuchungsbehörde, erklärt die weit grössere Zahl damit, «dass zu Beginn der Untersuchung sich der Fokus vor allem auf die Einzelkunden richtete». Nicht bekannt gewesen sei damals die grosse Zahl jener, die Geld im Quantofonds anlegten. In diesen Devisenfonds investierte die ASE das Geld der Kunden mit Vermögen unter 100'000 US-Dollar. Kunden mit grösseren Vermögen wurden einzeln betreut.

Der rechtlich im britischen Überseegebiet Cayman Islands angesiedelte Quantofonds war in der Schweiz nicht für den Vertrieb ans breite Anlegerpublikum zugelassen. Nur qualifizierte Anleger – etwa professionelle Vermögensverwalter wie die ASE Investment – konnten in den Fonds investieren. Der Untersuchungsbericht der Anwaltskanzlei Bär & Karrer lässt allerdings Zweifel aufkommen, ob ASE zum Vertrieb des Fonds in der Schweiz berechtigt war.

Niemand war verantwortlich

Das Anlagevehikel beeindruckte selbst während der Finanzkrise durch eine stete Wertsteigerung. Für den Kurseinbruch im Jahr 2012 übernahm niemand die Verantwortung. Das Fondsmanagement hatte seinen Sitz formell auf den British Virgin Islands, die Administration war in Gibraltar angesiedelt, als Depotstelle in der Schweiz funktionierte die Luzerner Kantonalbank.

Die Basler Kantonalbank (BKB) bot immerhin Hand zu Teilentschädigungen, da sie mit der ASE als Depotbank zusammengearbeitet hatte. Zugunsten der rund 500 ASE-Geschädigten, deren Depot sie führte, stellte die BKB 50 Millionen Franken zurück. Bis heute haben gemäss BKB-Sprecher Michael Buess 98 Prozent der Betroffenen den Vergleichsangeboten zugestimmt.

«Ich musste das Angebot contre cœur annehmen», sagt ein Geschädigter. Die Bank blocke, man komme nicht an die ­eigentlichen Informationen heran. Der Originalbericht von Bär & Karrer über die von der BKB in Auftrag gegebene Untersuchung wurde nie veröffentlicht. Die Interessengemeinschaft «ASE Geschädigte» hofft deshalb auf die Aargauer ­Untersuchungsbehörden. «Es braucht die Staatsanwaltschaft, um die Türen aufzubrechen», sagt ein Vertreter der Geschädigten.

Das Verfahren zieht sich in die Länge. Der ehemalige ASE-Geschäftsführer und Hauptbeschuldigte, M. Sch., sitzt seit April 2012 wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. «Ein Zeitpunkt für die Anklageerhebung ist noch nicht festgesetzt», sagt Fiona Strebel von der Staatsanwaltschaft. Als Gründe für die lange Verfahrensdauer nennt sie die lange Tatdauer, dass es mehrere Beschuldigte und einen Bezug zum Ausland gebe.

Es gibt ein zweites Verfahren: gegen den ehemaligen BKB-Mitarbeiter M. G., der nicht inhaftiert wurde. Dieses Verfahren ist von einiger Brisanz für G.s ehemalige Arbeitgeberin. Sollte G. aktiv in die mutmasslichen Betrügereien von ASE-Verantwortlichen involviert gewesen sein, dürfte die Basler Kantonalbank mit neuen Forderungen konfrontiert werden. Dies sagen Anwälte von Geschädigten. Die BKB will davon nichts wissen. «Die Bank wird an den getroffenen Vereinbarungen festhalten», sagt Sprecher Buess.

Intransparentes Netz

Zum Auslandsbezug will die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben. Strebel bestätigt nur «diverse Rechtshilfegesuche, von denen noch zwei pendent sind». Von der ASE führen Beziehungen in alle Himmelsrichtungen. Der Quantofonds ist mit den britischen Steueroasen Cayman und Virgin Islands sowie Gibraltar verbandelt. Ein Teil der Kundengelder wurde auf CAD-Konten – Konten in kanadischen Dollar – verschoben. ASE-Geschäftsführer Sch. hat seinen offiziellen Wohnsitz in Bangkok, Thailand. In Taiwan hatte er eine Geschäftspartnerin, die asiatische ASE-Kunden betreute. Ein früherer Geschäftspartner von Sch. hatte Kunden in Zypern akquiriert. In den wenigsten dieser Destinationen dürfte es für die Staatsanwaltschaft einfach sein, Rechtshilfe zu bekommen.

Klar ist nach bald drei Jahren Ermittlung, dass die Zahl der Geschädigten viel höher ist als zu Beginn angenommen. Die Dunkelziffer dürfte noch einmal höher liegen, da manche Opfer sich gar nicht zu erkennen gegeben haben dürften. Beobachter gehen nämlich davon aus, dass viele über die ASE angelegten Gelder nicht versteuert waren.

Mit der wachsenden Zahl der Geschädigten dürfte auch die Schadensumme ansteigen. Die Staatsanwaltschaft will dazu erst bei Abschluss des Verfahrens Angaben machen. Einen Hinweis geben die 50 Millionen Franken, mit denen die Basler Kantonalbank rund 500 Kunden teilentschädigt hat. Gemäss Recherchen hat die BKB im Durchschnitt weniger als die Hälfte des jeweiligen Schadens übernommen. Damit liegt allein der Schaden der betroffenen BKB-Kunden über 100 Millionen Franken. Der Gesamtschaden aller Opfer dürfte sich damit auf das Zwei- bis Dreifache summieren. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 01.02.2015, 19:56 Uhr)
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